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            Berichte 2006  
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Übersicht : Alle Berichte -2005-2016                /               Übersicht : Berichte nach Kategorie
 

     
 
Übersicht - Berichte 2006
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23. Januar Vortrag: Mondphasen - Elke Sperling
20. Februar Jahreshauptversammlung 2006
01. März Vortragsabend mit Dr. Jan-Uwe Rogge
Kinder brauchen Grenzen "Ohne Chaos geht es nicht"
17. März Ascheberger Landfrauen schmiedeten Rankhilfen
27. März Heiteres Gedächtnistraining
mit Jürgen Petersen aus Niebüll
26. April Vortrag: Alarm im Darm
Dr. med. Guido Schürmann, Dr. Bode und  Dr. Böse vom „Medizinischen Zentrum - Klinikum Itzehoe“
09. Mai 2006 Tagesausflug Gestüt Tasdorf, MBA-Neumünster und zum Schlewig-Holsteinischen LandFrauenTag
19.-21. Mai 3-tägige Radtour 2006 an die Westküste Dagebüll, Tönning und Friedrichstadt
28. Juni Offene Gärten in Stocksee
12. Juli Ganztägige Radtour 2006
Wahlstorf, Wielen, Sophienhof, Plön
25. August Tagesausflug auf die dänische Wattinsel Mandø und nach Sebüll ins Nolde-Museum
24. September Erntedankfest
27. September
+  04. Oktober
Wir kochen italienisch mit Frau Rahlf
05. Oktober Aktion "Der gesunde Pausenapfel"
31. Oktober Vortragserlebnis "Ich bin „Katharina von Bora"
mit Eva Maria Bruns aus Ahrenshöft
23.+ 25.Oktober
06.+ 08.November
Dass Basteln kein alter „Hut“ ist, beweisen die Ascheberger Landfrauen
01. November Schlauer einkaufen – gesünder essen.
Gesunde Ernährung beginnt beim Einkauf
01. Dezember Tagesfahrt nach Lüneburg über Bardowick
     
           
 
 
 
   

23. Januar 2006

Der Vortrag  "Mondphasen" von Elke Sperling brachte uns in beeindruckender und überzeugender Weise das Wirken des Mondes auf die Natur nahe. Dabei erfuhren wir sehr detailliert, wie der Mensch die verschieden wirkenden Kräfte der vier Mondphasen für seine Gesundheit und alltäglichen Handlungsabläufe nutzen kann. Die Phase des abnehmenden Mondes eignet sich besonders zum Abnehmen und Entgiften sowie um Dinge zu überprüfen und zu reflektieren. Die Neumondphase ist gut für Neuanfänge in der innerlichen Geistigkeit, d.h. nach innen schauen, planen und herausfinden was wir ändern können. Am Neumondtag ist die Reinigungskraft am größten. Mit dem zunehmenden Mond setzt eine aufwärts strebende Kraft ein, die geeignet ist, um stärkere Aktivitäten zu entwickeln. In der Vollmondphase werden Dinge gut zu Ende gebracht. Dynamik, Aktivität und Lebenskraft entwickeln sich am stärksten in der Vollmondphase (3 Tage vor bis 3 Tage nach Vollmond). Da der Mond auf seinem Weg um die Erde alle 2-3 Tage ein anderes Tierkreiszeichen durchläuft, haben auch die jeweiligen Sternenkonstellationen einen Einfuß auf unsere Natur und somit auch auf den Menschen. Als Beispiel sei genannt, dass ein Haarschnitt am besten im Zeichen des Löwen erfolgen sollte. Um sein Leben auf die kosmischen Schwingungen einzustimmen, ist es unabdingbar einen aktuellen Mondkalender zu Rate zu ziehen.
Wir hoffen, auch Leute, die diesen Vortrag nicht verfolgen konnten, neugierig auf die Wechselwirkungen des Mondes gemacht zu haben. 
Kalender mit Mondphasen sind auch im WWW zu finden.

     
       


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20. Februar 2006

Jahreshauptversammlung

Zahlreiche Mitglieder und Gäste besuchten am 20. Februar 2006 die Jahreshauptversammlung. Das Vorstandsteam Elfi Runge und Ute Gudegast begrüßten die Anwesenden. Auf der Tagesordnung standen u.a. Wahlen. Die Protokollführerin Elisabeth Claus berichtete in ihrem ausführlichen Jahresprotokoll über die vielen Seminare, Fahrten, Vorträge, Ausflüge und sonstigen Veranstaltungen im Jahr 2005. Die finanzielle Situation wurde durch die Kassenwartin Winnie Brenholdt-Stocks dargelegt und die Kassenprüferin Renate Busch bestätigte die Richtigkeit der Kassenprüfung. Nach einer Kaffeepause wurden die Wahlen mit folgendem Ergebnis durchgeführt:
a) Zweite Protokollführerin - Heike Hansen, Ascheberg, b) Schriftführerin - Rita Hoge, Ascheberg, c) Vertrauensfrau - Renate Lapp, Stocksee, d) Kassenprüferin - Monika Riedel, Ascheberg.
Anschließend stellte Elfi Runge das Veranstaltungspro- grammm  2006 vor und brachte zum Ausdruck, dass der Verein bemüht ist, verstärkt Themen anzubieten, die auch junge Frauen ansprechen.
Die Vorsitzende des KreisLandFrauenVereins, Frau Angela Schneekloth, lobte die gute und kreative Arbeit des Landfrauenvereins und wies daraufhin, wie schwierig es geworden ist die Ehrenämter immer wieder neu zu besetzen. Danach brachte uns Herr Jens Peter Pfeiffer vom ADAC noch das ernste Thema „Älter werden-sicher fahren“  auf eine lockere und humorvolle Art näher und erregte damit starkes Interesse an weiteren Informationen, die er in Form von kostenlosen Seminaren in Ascheberg anbieten möchte.

     
       


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  v.l. Herr Schneider von der Buchhandlung Schneider aus Plön, Dr. Jan-Uwe Rogge, Winnie Brenholdt-Stocks Kassenwartin  vom LandFrauenVerein Ascheberg
   

01. März 2006

Vortragsabend mit Dr. Jan-Uwe Rogge :
Kinder brauchen Grenzen "Ohne Chaos geht es nicht"

Veranstaltung des LandFrauenVereins Ascheberg und Umgebung in Zusammenarbeit mit dem LandFrauenVerein Plön und Wankendorf und der Buchhandlung Schneider

Wer Kinder hat, sollte den Familienberater Dr. Jan-Uwe Rogge kennen, da waren sich wohl fast alle einig, die am 01.03.2006 an seinem Vortrag in der Aula am Schiffsthal in Plön teilnahmen. Humorvoll, unterhaltsam und sachkundig schilderte er den Alltag in unseren Familien, Kindergärten und Schulen und präsentierte dabei viele anschauliche Beispiele aus dem Erziehungsalltag. Auftauchende Ängste, Verunsicherungen und Befürchtungen bei Erziehenden wurden genauso angesprochen wie die Einzigartigkeit eines jeden Kindes, welches bereits als beschriebenes Blatt auf die Welt kommt, deshalb jedoch elternliches Handeln nicht überflüssig macht, denn die Eltern stellen die beschriebenen Blätter zum Buch des Lebens zusammen, wie es für die ersten Jahre gültig ist. Trotz Einbeziehung des neuesten pädagogischen Wissensstandes gibt es keine Patentrezepte in der Erziehung. Kinder wollen im Hier und Jetzt angenommen werden und nicht ständig unter einer prognostischen Perspektive betrachtet  werden. Sie brauchen Halt gebende, nicht aber klammernde Eltern und Erwachsene, die ihnen Wurzeln und Flügel verleihen. Mit Kindern zu leben heißt nicht, für sie zu leben, sondern gemeinsam mit ihnen zu lernen und zu leben.
Wenn es mal nicht so  wie geplant läuft, fühlen sich viele Eltern, und gerade Mütter gestresst.
In solchen Situationen ist ein wohlgemeinter Rat von Dr. Jan-Uwe Rogge sehr wohl angebracht :
Chaos ist das halbe Leben und keine Familie ist perfekt !

     
       


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17. März 2006

Ascheberger Landfrauen schmiedeten Rankhilfen

Mal sind Rankhilfen zu klein für die prächtigen Rosen, mal zu verschnörkelt und passen nicht zum übrigen Garten- „Mobiliar“. Diese Probleme haben die LandFrauen aus Ascheberg und Umgebung nicht mehr.
Warum nicht mal eine eigene Rankhilfe schmieden?
Auf Vermittlung von Annette Schröder, Ehefrau des Kalübber Schmied- und Schlossermeister Hans-Konrad Schröder, stellten sich die Landfrauen nämlich in die Schlosserwerkstatt und gestalteten   sich - unter Anleitung von Fachleuten - ihre Rankhilfen kreativ mit Amboss und Hammer selbst.
Hans-Konrad Schröder lehrte uns, dass man mit dem Hammer nicht nur kräftig zuschlägt, sondern einen ganz bestimmten Schwung braucht, um die Spitzen richtig hinzubekommen.
Dafür, dass beim Schweißen „Immer schön die Augen geschützt wurden“ sorgte Schmied Klaus Johannsen, der beim Besuch der Landfrauen darauf achtete, dass auch alle Besucherinnen den Nachmittag unbeschadet überstanden.
Der kleine Ausflug in die „Eisenzeit“ bestätigte Annette Schröders Schwärmerei für die Kunstschmiederei, bei der „Kreativität, Frustabbau und Ideenreichtum“ voll zum Zuge.

     
       


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  Jürgen Petersen brachte uns das "Brainrunning" näher
   

27. März 2006

Heiteres Gedächtnistraining
in der Raiffeisenbank eG Ascheberg

Die Raiffeisenbank eG Ascheberg ermöglichte es uns an einem Gedächtnistraining der besonderen Art, dem Brainrunning,  mit Herrn Jürgen Petersen aus Niebüll teilzunehmen.

Die Informationsmenge, die wir jeden Tag verarbeiten müssen, wächst stetig. Unser Gehirn ist einer ständigen Informationsflut ausgesetzt. Fachwissen veraltet zunehmend schneller. "Lebenslanges Lernen" heißt darum die Devise.
Herr Jürgen Petersen wies uns Möglichkeiten unserem Gehirn auf die Sprünge zu helfen.

Geistige Frische und Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter wünscht sich jeder. Aber dafür müssen Geist und Psyche täglich trainiert werden. Brainrunning ist der Weg zu einem leistungsfähigen Gehirn und wird erreicht durch regelmäßiges Gedächtnistraining und Laufen im Fettverbrennungspuls. Durch das Laufen, möglichst 5x die Woche eine halbe Stunde, wird das Gehirn mit 100% mehr Sauerstoff versorgt und ist dadurch wesentlich leistungsfähiger. Den beeindruckenden Beweis eines gezielten Gedächtnistrainings lieferte uns Herr Petersen sofort. Den Zahlen 1 - 20 wurden von uns genannte Begriffe zugeordnet, die Herr Petersen nach einmaligem Hören und einer kurzen Konzentrationspause in der richtigen Kombination wiedergeben konnte.
Im Zeitalter der Informationsflut gehen viele Informationen verloren. Es sei denn, sie werden durch einen der vier Wahrnehmungsfilter – „Lebenswichtiges“, „Bekanntes“, „Merkwürdiges“ oder „Bewusstes Interesse“ aus der Flut der Informationen hervorgehoben. Informationen, die in diesen Filtern hängen bleiben, kann man sich merken. Darum ist es notwendig, Dingen, die man sich merken möchte, bekannte, merkwürdige und außergewöhnliche Merkmale zuzuordnen.
Herr Petersen gab uns viele nützliche Tipps, die das Lernen und Merken im täglichen Leben und im Beruf sehr erleichtern und mit ein wenig Übung und Ausdauer relativ schnell zu erlernen sind. Die Methode sich gedanklich ins private Wohnzimmer zu versetzen, deren einzelne Stationen man „durchnummeriert“ hat, ist nicht nur behilflich beim Erlernen einer Geheimzahl. Fakt ist, dass eine bildliche Darstellung besser im Gedächtnis hängen bleibt und die Verbindung zur „bekannten“ Nummerierung das Erlernen einer Zahlenkombination zum Kinderspiel macht.

Zwischendurch sorgte die Marktbereichsleiterin Frau Andresen mit ihrem Team für unser Wohlbefinden.
Am Ende des Abends waren wir überzeugt, Gedächtnistraining ist für jeden wichtig und jeder kann es lernen! Herr Petersen hat uns an diesem Abend den Weg freigemacht – „für Geist und Füße“.

     
       


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  Assistenzarzt Dr. Bode und Professor Dr. Schürmann
   

26. April 2006

Vortrag - Alarm im Darm

Dr. med. Guido Schürmann Chefarzt vom „Medizinischen Zentrum - Klinikum Itzehoe“ mit den  Ärzten Dr. Bode und  Dr. Böse machten in ihrem Vortrag klar, wie wichtig die Vorsorgeuntersuchung, Diagnostik und Therapie beim Darmkrebs ist.

Rechtzeitig erkannt, kann Darmkrebs fast immer geheilt werden. Wie wichtig die Vorsorge ist, führten uns Professor Dr. med. Guido Schürmann Chefarzt vom „Medizinischen Zentrum - Klinikum Itzehoe“ mit den  Ärzten Dr. Bode und  Dr. Böse drastisch vor Augen.
Der Begriff Darmkrebs bezeichnet einen bösartigen Tumor in Dickdarm und Mastdarm, der sich aus den Drüsenzellen der Darmschleimhaut entwickelt. Etwa 66.000 Menschen erkranken Jahr für Jahr in Deutschland am „kolorektalen Karzinom“, wie Darmkrebs in der Medizin heißt. Rund 30.000 Menschen sterben jährlich daran. Besonders tückisch ist die Krankheit dadurch, dass sie zunächst keine Beschwerden verursacht, oft wächst der Krebs jahrelang im Darm, ohne bemerkt zu werden. Wucherungen der Darmschleimhaut (Polypen) lassen sich nur durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen erkennen.
Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen in den westlichen Ländern. Er ist andererseits jedoch der wohl einzige Krebs, der fast völlig geheilt werden kann — vorausgesetzt, er wird rechtzeitig erkannt. Rund 90 Prozent der Fälle könnten dann sogar vermieden werden. Eine wichtige Funktion kommt deshalb der Vorsorge zu, die in Deutschland mit zu den besten weltweit gehört, und deren Kosten die Krankenkasse bei Patienten ab einem Alter von 55 Jahren übernimmt.i

     
       


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  Trakehner im Gestüt Tasdorf

 

 

 

 

In der Mechanisch-Biologischen-Abfallbehandlungsanlage Neumünster

 

 

 

Mittagessen im Café Restaurant Scheffler

 

 

Diskusionsrunde mit Alice Schwarzer beim Landfrauentag

 

 

Frau Alice Schwarzer beim Signieren ihrer Bücher

   

09. Mai 2006

Tagesausflug Gestüt Tasdorf, MBA-Neumünster
und zum Schlewig-Holsteinischen LandFrauen-Tag

Bei herrlichem Sonnenschein machten sich 26 Landfrauen auf den Weg nach Neumünster zum Landfrauentag. Das am Stadtrand von Neumünster idyllisch gelegene Gestüt Tasdorf war dabei unser 1. Anlaufpunkt. Die Pferdewirtin Katja Egdorf  und der Gestütsleiter Frank Bangert führten uns durch diese neue, moderne Anlage mit großer Reithalle. Dieses Gestüt ist ein anerkannter EU- Zuchtbetrieb mit Besamungsstation. Hier werden leistungsstarke Trakehner und Holsteiner Pferde gezüchtet, sowie Junghengste und Stuten zur Leistungsprüfung vorbereitet. Das Trakehner Warmblutpferd ist mehr als  nur eine Zuchtrichtung, es ist  ein Jahrhunderte gepflegtes  Kulturgut mit der Elchschaufel als Brandzeichen. Der 2. Weltkrieg wirkte sich verheerend auf die Zucht aus. Nur ca. 1200 Pferde schafften den Treck von Ostpreußen nach Westdeutschland. Die Zucht wurde hier fortgesetzt. Die Trakehner eignen sich hervorragend zur Dressur, während der Holsteiner ideale Anlagen für den Springsport und die Vielseitigkeit hat.  Ein prächtiges Bild bot die Stutenweide, reichlich Weidefläche und viel Platz für Bewegung!
Weiter ging es nach Neumünster zur Mechanisch-Biologischen–Abfallbehandlungsanlage.
Hier sahen wir unter fachkundiger Begleitung der Diplom- Biologin Angelika Schiffer, wie unser Hausmüll verarbeitet wird. In der MBA-Neumünster wird der angelieferte Abfall unserer grauen Tonne (Restmüll) zerkleinert und sortiert. Schadstoffe, heizwertreiche Stoffe und Metalle werden ausgesondert und fachgerecht entsorgt. Schwerstoffe, Glas, Steine oder Sand dürfen in der Deponie abgelagert werden.  Der verbleibende Bioabfall wird vollautomatisch in Container gefüllt, die zum Intensivrotteplatz transportiert werden. Ein computergesteuertes Be-und Entlüftungs- system sorgt für eine schnelle Verrottung. Nach ca. 2 Wochen ist die Phase der Zersetzung beendet, dann werden die Container entleert. Der Frischkompost wird gesiebt und wieder in die Container gefüllt und einer zweiten Intensivrotte unterzogen. Nach etwa 8 Wochen ist der Biokompost aufbereitet und wird unentgeltlich an Selbstabholer abgegeben.
Nach diesen interessanten Stunden war nun Zeit für das Mittagessen in einem schönen Gartencafé. Anschließend ging es zum Landfrauentag in die Holstenhalle.
Die Landfrauen des Kreises Nordfriesland waren in diesem Jahr für das Rahmenprogramm zuständig und empfingen alle Gäste mit einem kleinen Präsent. Ihre Vorsitzende, Frau Erna Lorenzen stellte „ihren“ Kreisverband  Nordfriesland vor, bevor die Präsidentin des LandFrauenVerbandes Schleswig-Holstein, Frau Helga Klindt,  die Veranstaltung eröffnete.
Die Ministerin für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren Frau Dr. Gitta Trauernicht sagte in ihrem Grußwort: „2500 Frauen, Alice Schwarzer mittendrin und der Männerchor aus Nordfriesland  als Rahmenprogramm- das sei schon etwas Besonderes, - das würden nur die Landfrauen schaffen.“  Dann gab sie den Startschuss“ für die Gesundheitsaktion „Starke Knochen  - ein Leben lang“. Von der Osteoporose sind besonders Frauen über 60 Jahre betroffen. Regelmäßige sportliche Aktivität und eine kalziumreiche Ernährung sind sehr wichtig um dieser Krankheit vorzubeugen.
Den Festvortrag in diesem Jahr hielt Frau Alice Schwarzer zum Thema: „Starke Frauen hat das Land - ist die Emanzipation erreicht?“ Die stets kämpferische und angriffslustige Journalistin hat die Emanzipation der Frau in unserer Gesellschaft vorangebracht und  vielen Frauen Mut gemacht, ihren beruflichen Werdegang und die Familienarbeitszeit  zu organisieren. Die Rahmen- bedingungen  für ausreichende  Kinderbetreuung müssten vorhanden sein, bzw. geschaffen werden, damit die optimale Entscheidung getroffen werden kann. Auch der Hinweis von Frau Schwarzer, dass wir in unserer Gesellschaft vielen Frauen aus anderen Kulturkreisen begegnen, deren Alltag sich sehr von unserem unterscheidet, zeigte auf, wie wichtig gemeinsame Gespräche zu diesen Themen sind. In den  letzten 30 Jahren ist viel erreicht worden und das Ziel: „Nicht Gleichmacherei von Mann und Frau aber die gleiche Teilhabe“ war eine der wichtigen Aussagen des diesjährigen Festvortrages.

     
       


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  Schafskälte hätte uns auch noch gefehlt! Die Muschel hatte Katharina als Symbol erkoren
   

19. bis 21. Mai 2006

3-tägige Radtour 2006 an die Westküste

Unsere 3-tägigige Radtour in 2006 führte uns diesmal an die Westküste nach Dagebüll, Tönning und Friedrichstadt.

Das Wetter war leider sehr bescheiden, was unserer Stimmung aber keinen Abbruch tat.

Schon der Beginn unserer Radtour war ungewöhnlich, denn die Anreise zur Nordseeküste erfolgte erstmalig mit einem Bus-Fahrradanhänger-Gespann. Nach etwa 2 Stunden Fahrtzeit  erreichten wir bei Sonnenschein und kräftiger Brise Dagebüll.
Nach Besichtigung der Hafenanlagen mit dem großen Fährterminal nach Föhr und Amrum der Wyker Dampfschiff Reederei, bezogen wir unsere Zimmer im Strandhotel Dagebüll.
Frohen Mutes schwangen wir uns danach auf unsere Drahtesel, um zur Halligwarft Waygaard zu radeln. Aber kaum unterwegs, kam auch schon unser Regenzeug zum Einsatz. So empfing uns der  Bürgermeister Waygaards, der uns über die Großwarft Süder-Waygaard führte mit ihren 14 Häusern in ursprünglicher Bebauung und weitgehend erhaltener Siedlungsstruktur, einem Kleinod in Nordfriesland. Anschließend ging's zwischen Fahretoft und Maasbüll ins Bauerncafé Moordeichhof der Familie Hinrich Petersen.  Dort genossen wir prächtigen Kuchen und Quittenlikör aus eigener Herstellung und manch einer erstand auch etwas Besonderes im Bauernladen. Obwohl etwas abgekämpft und auch müde vom guten Essen des Strandhotels ließen die meisten es sich nicht nehmen, auf Mitternacht zu warten, denn eine Teilnehmerin wurde am 20.5. ein Jahr "jünger". Wunderkerzen und 1 Glas Sekt würdigten dieses Ereignis.
Der 2. Tag begrüßte uns sogleich mit prächtigem Regen und einer Windstärke zwischen 8 + 9. Wir machten uns dennoch auf den Weg von Dagebüll nach Husum (47km). Oh, wäre der Wind doch bloß von hinten gekommen. So kämpften wir wacker gegenan und von oben floss es Bindfäden. Diese widrigen Verhältnisse brachten so manchen beinahe ans Ende seiner Kräfte. So waren wir ganz froh, dass wir am Amsick-Haus, einem Informationszentrum am Deich zur Hamburger Hallig, einem Lichtbildervortrag lauschen konnten. Aber unser Ziel war noch nicht erreicht, tapfer nahmen wir den Kampf gegen Wind und Regen wieder auf. Wiebke, gebürtig auf Nordstrand, kannte etwa 10km von Husum entfernt einen urigen Gasthof, den Schimmelreiter, direkt hinter dem Deich  und  da viele sich sehr überanstrengt fühlten, beschlossen wir, uns dort von dem Bus abholen zu lassen. Diese Aussicht ließ uns den Rest des Weges durchhalten. Pietschnass erreichten wir den Schimmelreiter und die Pharisäer, die wir dort serviert bekamen, brachten uns frischen Mut.
So fuhren wir also statt wie vorgesehen von Husum, jetzt direkt vom Schimmelreiter ins nächste Übernachtungs- quartier nach Tönning. Gutes Essen und sehr schöne Zimmer im Hotel Miramar ließen uns die Strapazen schnell überwinden.
Da es genau so regnerisch und windig bleiben sollte, verlief der 3. Tag auf Vorschlag unseres sehr netten Busfahrers Herrn Schmidt (Schmidt-Reisen Dagebüll)  völlig anders als geplant. Die vorgesehene Radtour nach Nordstrand wurde zu einer Stadtbesichtigung Friedrichstadts gewandelt. Aber zuvor ging es in Tönning ins Multimar Wattforum, um den Geheimnissen der Nordsee auf die Spur zu kommen. In diesem größten Informationszentrum des Naturparks Wattenmeer erfuhren viel über Wildnis und Wissenschaft, Wattenmeer und Wale, ein sehr lohnendes Ziel. Friedrichstadt hinterließ auch bei denen, die dort nicht zum ersten Mal waren, einen bleibenden guten Eindruck, zumal sich wider Erwarten das Wetter von einer besseren Seite zeigte. Danach traten wir die Heimreise an. In Kropp wurden wir vom Reiseunternehmer Herrn Schmidt zu einer prächtigen Kaffeetafel ins Hotel Wikingerhof geladen. Gegen 18:00 Uhr hatte Ascheberg uns wieder. Es war eine tolle Reise in harmonischer Gemeinschaft. Vielen Dank an Ute für ihre spontane Reiseleitung, denn Katharina, unsere Organisatorin, musste am Morgen des Abreisetages  krankheitshalber leider absagen. Vorbereitung und Ausführung waren einfach klasse!!!

     
       


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  Der "Rentnergarten" der Familie Meyer mit vielen kuscheligen Sitzplätzen

 

 

 

 

 

 

 

Kaffeepause im schönen großen Garten von Herrn Krützfeldt

 

 

 

 

 

 

 

Der bunte naturnahe Garten der Familie Hegewald

   

28. Juni 2006

Offene Gärten in Stocksee

Hinter Stocksees Zäune und Hecken zu blicken, war am 28. Juni 2006 den 44 Landfrauen aus Ascheberg und Umgebung gestattet. Meist bleiben diese privaten Paradiese für die Öffentlichkeit unzugänglich, aber acht Gartenbesitzer in Stocksee gewährten uns einen Einblick und führten uns durch ihre Gartenoasen.
Sie hinterließen einen nachhaltigen Eindruck mit vielen interessanten Anregungen für den eigenen Garten.

Frau Meyer stellte uns ihren „Rentnergarten“ vor. Umrankt von Büschen finden sich an verschiedenen Stellen des Gartens kuschelige Sitzplätze und laden zum Verweilen und Betrachten der üppigen Staudenbeete und den mit Seerosen bedeckten Teich ein.

Am Straßenrand beginnt, durch das Öffnen der Gartenpforte, eine andere, verträumte Gartenwelt. Liebevoll wurden durch den Hausbesitzer, Herrn Kamph, Wege und Beete angelegt, die mit dem alten Reetdachhaus (ca. 1800 erbaut) wunderbar im Einklang stehen. Rosen, Stauden, ein Teich und ein Steinhügel teilen den Garten in verschieden angelegte Räume.


 „Der kleine Garten“, von Regina Ehlers, bietet Blumen zum Selbstschneiden. Angelegt in ca. 50 Beeten blüht es hier vom Frühjahr bis zum Herbst. Rittersporn in seltenen Farben, Iris, Lavendel, Kokardenblume und Jungfer im Grünen um nur einige zu nennen. Um die vielen Sonnenblumen in Blüte zu sehen, müssen wir wiederkommen.

Weiter ging es in den Garten der Familie Pries. Rosen in vielen Farben und Arten schmücken den Garten und von der Terrasse genießt man einen herrlichen Blick auf den Stocksee. Ein kleiner Gemüse- und Kräutergarten steht in diesem Jahr unter der Pflege des Ehemannes. Die Kartoffeln gedeihen prächtig, die Kräuter weniger.

Zurück durch das Dorf ging es in den Garten von Frau Blum. Erst vor drei Jahren angelegt und mit einer Vielzahl verschiedener Pflanzen und Sorten bietet er viel Charme und Blütenfülle. Im hinteren Teil des Gartens lädt ein kleiner Teich mit einem Wasserspiel zum Entspannen ein. Zur üppigen Blüte der wunderschönen Clematis bekamen wir wertvolle Pflegetipps! Im großen Garten von Herrn Krützfeldt servierten die Landfrauen aus Stocksee Kaffee und leckeren selbst gebackenen Kuchen.

Der sommerlich bunte naturnahe Garten der Familie Hegewald bietet durch seine Hanglage vielen kleinen Steingartenpflanzen einen sonnigen Platz. Die verschiedenen Ebenen sind durch niedrige, bewachsene Mauern abgefangen. Ein blühender Vorhang aus Schlehen, Holunder und Zierquitten bildet hier die Grenze zum Nachbarn. Über einen Feldweg (mit kleinen Hindernissen) ging es zum nächsten Garten.

 Frau Claussen erwartete uns und führte uns durch ihren riesigen ca.5000 qm großen Garten. Ausgehend von einem alten Baumbestand wurde der Garten seiner Umgebung und dem hügeligen Gelände angepasst und lässt seinen Besuchern viel „Sehraum“. Eine große Linde spendet dem lauschigen Sitzplatz auch im Hochsommer genug Schatten. Von hier gleitet der Blick über die große Rasenfläche, die Pferdewiese mit „Lisa“, bis hinab zum Stocksee. Ein Bild, geschaffen für einen Werbeprospekt Schleswig-Holsteins.

Im Garten von Christel Joswig erhielten wir eiskalte Getränke, und wer wollte, konnte vom Bootssteg aus die Füße ins Wasser baumeln lassen.

Am Ende des Tages wurden wir noch im Garten von Renate Lapp erwartet. Durch einen tropischen Wintergarten und über die Terrasse führten viele Stufen hinab an die hübsch gedeckten Tische am See. Mit einer feurigen Suppe, Getränken, einem Blumenquiz, viel Spaß und herrlichem Sonnenuntergang beschlossen wir diesen schönen Tag.

Wir konnten die große Vielfalt der Gärten mit ihren verschiedenen Gestaltungsschwerpunkten bewundern und sind mit vielen neuen Anregungen nach Hause gefahren. Mit den richtigen Ideen und reichlich Einsatz können Gartenwünsche in Erfüllung gehen! Vielen Dank den Gartenbesitzern für ihre Führungen und natürlich auch den verantwortlichen Landfrauen für die tolle Organisation!

Weitere Bilder in der Fotogalerie - Offene Gärten 2006

     
       


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12. Juli 2006

Ganztägige Radtour 2006

Ab aufs Rad  hieß es am Mittwochmorgen, den 12. Juli 2006, für 26 Landfrauen aus Ascheberg und Umgebung. Bei strahlendem Sonnenschein startete die Tour, die Kirsten Süfke und Beate Solterbeck  ausgearbeitet hatten. Sie verrieten nur soviel: eine ideale Tour für sportliche Leute! Gut gerüstet mit Power-Proviant, bestehend aus Obst, Brot und Müsliriegel, ging es los. Auf der ersten Etappe mussten wir schon kräftig in die Pedale treten. Über Wahlstorf,  Wielen  und Sophienhof fuhren wir durch unser schönes, hügeliges Schleswig Holstein in Richtung Lebrade. Auf dem Weg dorthin legten wir eine kurze Rast  ein und ließen uns das Frühstück schmecken. Voller Energie radelten  wir jetzt auf Feld- und Waldwegen, fernab vom Lärm viel befahrener Straßen weiter nach Lebrade zur Kirche. Dort begrüßte uns Herr Pastor Miller und wir sangen gemeinsam das Lied „Geh aus mein Herz“. Es folgte ein informativer Vortrag über die Lebrader Kirche. Während der Renovierungsarbeiten 1986 wurden Wandmalereien aus barocker Zeit freigelegt und erhalten. Diese wurden im Jahre 1756 von dem Reichsgrafen Wulf Hinrich von Baudissin  „Zur Ermunterung der Andacht“ in Auftrag gegeben. Durch die farbige Wand- und Deckenmalerei, die als luftige u. verspielte Rankenornamente im Rokokostil den  Kirchenraum durchziehen, erhält die Kirche eine festliche und zugleich heitere Atmosphäre.  Nach dem beeindruckenden Besuch der Kirche erwartete uns bereits Herr Fritz Heydemann, von der NABU. Er  führte uns zu den Lebrader Teichen, und erläuterte uns dieses vielfältige Naturparadies für Wasservögel.  Schon im Mittelalter begannen die Mönche Fliesswasser mit Hilfe eines Stauwehrs (Mönch) anzustauen und  als Karpfenteiche zu nutzen. 1995 wurden die Teiche von der Marius Böger Stiftung für den Naturschutz gepachtet und sind seitdem bedeutende Brutplätze vieler Vogelarten.  Auch als Rast- und Mausergewässer nutzen ihn die Vögel. Von Juli bis in den Herbst hinein leben  etwa 5000 Vögel auf einer Wasserfläche von ca. 60 ha, das ist die höchste Dichte in Schleswig-Holstein. Eine Aussichtsplattform lädt zur genauen Beobachtung der artenreichen Vogelwelt ein. Durch das Fernglas konnten wir Schnatterenten, Löffelenten, Rothalstaucher, Kolbenenten, Haubentaucher, Gänse und Schwäne beobachten. Weiter ging die Fahrt zum Gut Rixdorf, wo Herr Heydemann uns die schöne Hofanlage zeigte. Das 99m lange Torhaus und die denkmalgeschützten Reetdachbauten boten ein schönes Fotomotiv. Hier trennten sich unsere Wege und wir radelten  über beschauliche Feldwege, vorbei an den Rixdorfer Teichen,  nach Rathjensdorf. Zum Mittagessen  kehrten wir im Gasthof „Lindemann“  ein. Frisch gestärkt ging es auf die Räder. Die hügelige Strecke von Rathjensdorf nach Plön forderte unseren totalen Einsatz  und war für norddeutsche Verhältnisse fast alpin! Ziel war der Parnassturm,  wo zu es zu unserer Überraschung Kaffee und Kuchen gab. Bevor wir unseren Heimathafen  Ascheberg  wieder erreichten, machten wir noch Station auf der Sirius Werft in Plön. Die Werft ist ein regionaler Betrieb, der individuelle Deckssalon-Yachten baut. Mit viel Engagement und Begeisterung führte uns der Auszubildende Till durch die Werft mit ihren Fertigungs- hallen und erklärte uns die  einzelnen Arbeitsgänge, die erforderlich sind, um  eine „handgefertigte“ Segelyacht entstehen zu lassen. Nach ca. 40 km  erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt Ascheberg. Damit endete eine fröhliche, lehrreiche,  anstrengende  und glücklicherweise pannenfreie Fahrt. Vielen Dank an Kirsten und Beate!

     
       


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  Wir besteigen den Mandøbus

 

 

 

 

45 Minuten dauerte die schaukelige Fahrt zur Wattinsel Mandø

 

 

 

 

Im Mandø-Kro bekamen wir ein leckeres Mittagsmahl

 

 

 

 

Das Nolde Museum vom prächtigen Garten aus gesehen.

   

25. August 2006

Tagesausflug auf die dänische Wattinsel Mandø
und nach Sebüll ins Nolde-Museum

Mitten in der Nacht war der Schlaf für 50 Landfrauen aus Ascheberg und Umgebung beendet. Früh um 6.00 Uhr – wegen der Gezeiten – startete der Bus in Richtung Norden und passierte bei Tondern die Deutsch-Dänische Grenze – was keiner merkte! Weiter ging es über dänische Straßen mit vielen Kreiseln nach Vester Vedstedt. Landfrauen denken immer an alles: Hier gab es leckere Sandwiches und frischen, heißen Kaffee, der die Lebensgeister weckte. Von Vester Vedsted ging die Fahrt mit dem „Mandøbus“ weiter. Gemütlich zockelte der Traktorbus mit seinem bunten offenen Doppeldeckeranhänger vom  Festland durch das Wattenmeer hinüber nach Mandø. Erreichbar ist die kleine Insel im Watt nur bei Ebbe - über einen mit Bäumchen markierten Wattweg oder mit dem Auto über einen aufgeschütteten Schotterweg, der aber auch bei Ebbe noch riesige Pfützen aufweist. Wir ließen uns auf dem Oberdeck nieder, die dunklen Wolken hatten sich verzogen, die Sonne schien, eine frische Brise wehte und es lag ein leichter Salzgeschmack auf den Lippen. Herrlich! Etwa 45 Minuten dauerte diese wackelige und lustige Fahrt. Unser Treckerfahrer war gleichzeitig Reiseführer und erklärte uns das Leben auf der Hallig. Am 11. Oktober 1634 veränderte eine gewaltige Sturmflut die Insel, das alte Dorf versank, viele Menschen ertranken und das heutige Dorf wurde im Schutz der Düne neu erbaut. 50 Bewohner leben auf der Insel, ohne Friseur, Arzt oder Bargeldautomat. Im Ort gibt es eine  Mühle, eine alte Kirche, einen kleinen Friedhof,  einen Kaufmann und einen Kro. Heute reisen im Jahr rd. 30.000  - meist Tagestouristen - auf die Insel, um für einige Stunden die Hallig zu bestaunen oder eines der wenigen Ferienhäuser zu mieten. Wer hier Urlaub macht entscheidet sich für Ruhe, Einsamkeit und Langsamkeit! Mandø ist eine Idylle für Naturliebhaber. Riesige Wattflächen, Priele, Dünen und Salzwiesen bieten der Tier- und Pflanzenwelt einen einzigartigen Lebensraum. Seeluft macht hungrig! Nach der Rundfahrt servierte man uns im Mandø-Kro einen leckeren „kleinen“ Imbiss bestehend aus: Gebratenem Fischfilet, Pastete mit Hühnerfrikassee, Frikadelle dazu Erbsen u. Wurzeln, Schweinebraten mit Rotkohl, Obstsalat und Kaffee!!!  So gesättigt machten wir dann noch einen kleinen Verdauungsspaziergang zur Kirche bevor es zurückging. Über den Ebbevej sollte es wieder auf das Festland gehen, aber das Wasser stieg bei einsetzender Flut und starkem Westwind sehr schnell, so dass der Traktorbus aus dem Watt herausfahren und den Schotterweg benutzen musste, um wieder sicher auf das Festland zu gelangen. Wer an einem schönen Sommertag nach Mandø kommt, der ahnt kaum, was dort „los ist“ wenn sturmgepeitschte Herbst- u. Frühlingsstürme die Insel überrollen. In Vester Vested wartete unser Bus und weiter ging es zu unserem nächsten Ziel nach Seebüll ins Nolde Museum.  Das eigenartige burgähnliche Wohnhaus ist ein Blickpunkt in der weiten Marschlandschaft und wurde nach Noldes Entwürfen im Bauhausstil gebaut. Er und seine Frau Ada legten einen großen Bauerngarten an, den man aus jedem Fenster des Hauses erblicken konnte. In der Ausstellung zum 50. Todestag des Malers wurden uns viele neue Eindrücke in Noldes Kunst, Denken und Fühlen eröffnet. Die Farben bestimmen viele Bilder Noldes: Leuchtende Sommerblumen, stürmisch aufgewühlte Herbstmeere, seltsame Dämonen, schräge Geister und christliche Tafelbilder. Durch starke Kontraste wird die Leuchtkraft der Farben noch gesteigert. Während des von den Nationalsozialisten ausgesprochenen Malverbotes von 1941 - 1945 schuf Nolde ca. 1300 „Ungemalte Bilder“, etwa 40 von diesen kleinformatigen Aquarellen sind in der Ausstellung zu sehen. Aus dieser umfangreichen Ausstellung konnten wir uns in der kurzen Zeit nur einige Schwerpunkte heraussuchen. Nach so vielem Hören, Betrachten und Erfahren tat uns ein Spaziergang durch den prächtigen Sommergarten, der voller blühender Dahlien war, richtig gut. Seebüll ist ein Kleinod für Kunst- und Gartenliebhaber. Wieder am Bus angekommen, waren wir dankbar für die „Heinzelmännchen“, die uns mit Kaffee und mit vielen leckeren selbstgebackenen Kuchen verwöhnten. Vielen Dank an  die Bäckerinnen und Winnie für die Ideen und Planung dieses Ausflugs. Es war ein wunderschöner, harmonischer Tag.

Weitere Bilder in der Fotogalerie - Fahrt nach Dänemark 

     
       


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24. September 2006

Erntedankfest 

Nach alter Tradition waren auch in diesem Jahr wieder viele fleißige Landfrauenhände zur Stelle um unsere Michaeliskirche zum Erntedankgottesdienst am 23.09.2006  wunderschön  und prachtvoll zu gestalten.
Der Altarraum geschmückt mit den reichen Erntedankgaben aus der Gemeinde war ein herrlich bunter Anblick für die Festgemeinde. Landfrauen aus Stocksee trugen die selbstgebundene und mit Bändern in den Farben Schleswig- Holsteins  geschmückte Erntekrone in die Kirche. Mit der Überreichung der Erntekrone möchten die Landfrauen zum Ausdruck bringen, dass auch in diesem Jahr wieder eine gute und reichliche Ernte eingebracht wurde. Erntedank feiern heißt auch heute noch, Gott für die guten Erträge und das tägliche Brot zu danken.Gerade zu diesem Fest, das schon in vorchristlicher Zeit gefeiert wurde, sind wir gefordert, innezuhalten und darüber nachzudenken, dass die Menschen in der Pflicht sind, die Erde zu bebauen und für die nächsten Generationen zu bewahren.  Wir wollen uns aber auch darauf besinnen, dass Anbau, Saat und Ernte nur möglich ist durch Arbeit und Mühe unserer Bauern. „Das Wichtigste hat sich nicht geändert – Wetter und Gedeihen liegen allein in Gottes Hand.“
Herzlichen Dank allen Spenderinnen und Spendern der Geld- und Naturalgaben die so einen vollen Gabentisch ermöglichten. Ein oder zwei Artikel mehr in unserem Einkaufswagen tun meist nicht weh – für die „Tafel“ hingegen – bedeutet jede einzelne Spende eine wichtige Hilfe, um die materielle Not bedürftiger Menschen zu lindern.
Alle Spenden wurden an die „ Tafel“ weitegeleitet.

     
       


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27. September + 4. Oktober 2006

Wir kochen italienisch

Viele Köche verderben den Brei?
Mitnichten!

15 kochbegeisterte Landfrauen aus Ascheberg und Umgebung trafen sich in der Schulküche der Heinrich-Harms-Schule in Plön, um sich von Frau Margret Rahlf in die Zubereitungskünste der italienischen Küche einführen zu lassen. Die italienische Küche ist vielseitig und natürlich. Ihre Speisen sind ein Beispiel, wie man aus einfachen Produkten selbst komplizierte Gerichte schmackhaft und ohne viel Aufwand zubereiten können. Die kulinarischen Genüsse reichten an diesem Abend über Antipasti wie marinierte Zucchini, Tomatencarpaccio, Salat Nizza, Pasta mit Käse und Brokkoli, Fettuccine mit Lachs, Risotto mit Scampi, Gnocchi aus Ricotta, Hähnchen-Spinat-Lasagne bis hin zur einer süßen Verführung. Jede Teilnehmerin bekam eine Beschreibung der Gerichte, die Aufgaben wurden verteilt, die Schürzen umgebunden und dann ging es an den Herd! In den Kochzeilen wurde emsig gewerkelt. Es begann die weniger geliebte Vorarbeit: Gemüse putzen und schneiden, Zwiebeln und reichlich Knoblauch schälen und klein hacken. Aber dann wurde gekocht, gerührt, die Speisen gekostet und immer wieder abgeschmeckt. Der zum Abrunden eines Gerichtes benötigte Wodka stand leider immer noch zu Hause in der Bar! Was von den Köchinnen natürlich bemängelt wurde - aber es kam zu keinem Punktabzug! Es wurde eben mit Weißwein abgeschmeckt, dass war auch ganz köstlich. An einem herbstlich dekorierten Tisch wurden die hübsch angerichteten Speisen serviert und beim Anblick eines gut angerichteten Tellers schmeckt es gleich doppelt so gut. Bei italienischer Musik und einem Glas Rotwein wurden alle Gerichte nacheinander gemeinsam verzehrt. So hatten alle Köchinnen die Möglichkeit, nicht nur ihr eigenes Gericht von nunmehr Pasta - Kennerinnen beurteilen zu lassen, sondern auch selbst die individuellen Kreationen, die der Abend hervorbrachte zu kosten. An Speis und Trank fehlte es wahrlich nicht an diesem Abend. Am Ende musste noch ein winziges Loch im Magen gefunden werden, um es mit Crema di mascarpone agil amaretti zu füllen. Gemeinsam wurde dann noch abgewaschen und aufgeräumt. Der Spaß am Kochen und der Genuss beim Essen standen im Mittelpunkt dieses Kochabends.

Das war "Bella Italia" für die Geschmacksnerven !

     
       


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  Dieses bunte Rezeptheft wurde jedem Kind überreicht

Getrocknete Apfelchips wurden von den Kindern zu einer Kette gebastelt.

Die Apfelmandalas wurden von den Kindern bunt gestaltet

Viel Spannung entstand beim Apfel-Memory

Neben Apfeltaschen und -brötchen wurden auch Apfelwaffeln gebacken

Zu einem Höhepunkt wurde das Pflanzen eines Apfelbaumes auf dem Schulgelände. Möge er stets ganz viele Früchte tragen.

    5. Oktober 2006

Aktion "Der gesunde Pausenapfel"

Die neun Frauen aus dem Landfrauenverein Ascheberg, die an der Aktion teilnehmen konnten, erlebten ca. 219 Grundschulkinder (Klasse 1-4), die mit allen Sinnen dabei waren und sich interessiert an unseren - gemeinsam mit der Schule vorbereiteten - Vorschlägen beteiligten. Zu Beginn wurden wir Landfrauen in der 1. Stunde von den Erstklässlern und ihrer Lehrerin Frau Köhnke mit dem Lied: „In meinem kleinen Apfel.“ überrascht. Freudig ging es dann weiter mit dem Auslosen der bunten Apfelaufkleber. Alle Kinder (ebenso machten es später die weiteren Klassen) beschrieben ihn mit ihren Vornamen. Unsere Landfrauen trugen jeweils einen farbigen Apfel mit Namen und unsere Aktion - die verschiedenen Möglichkeiten eine Schulstunde der besonderen Art zu erleben - begann. Ausgelost wurden je Jahrgangstärke 8-10 Gruppen, in der sich jeweils 6 - 8 Kinder befanden. Es gab in allen Gruppen die Möglichkeit sich Äpfel der Sorte Alkmene mit unserem zur Verfügung gestellten Apfelschneider schmecken zu lassen. Dieses Angebot konnte den ganzen Vormittag genutzt werden und mit großem Appetit wurden die auch von den Kindern zerteilten Apfel verzehrt. In den einzelnen Gruppen gab es für jedes Kind die unterschiedlichsten Möglichkeiten die Vorzüge des Apfels in seiner Vielfalt zu entdecken. Was der Apfel im Jahresverlauf macht, konnte von den Kindern anhand eines auszumalenden Apfelmandalas bunt gestaltet werden. Beim Apfel-Memory, das die Schule nach unseren Unterlagen fertig stellte, gab es viel Spannung. Aus den getrockneten Apfelringen, die wir vielen Kindern, die gerne Chips essen, „schmackhaft“ machen konnten, wurden Ketten gebastelt, die dann zum Verzehr als Pausensnack dienten. Bald war der Vorrat von 7 kg „Apfelchips“ verbraucht und darum gab es in der großen Pause zur „Stärkung von uns Landfrauen „gebackene Apfeltaschen“. Ein Höhepunkt wurde dann auch das Pflanzen „unseres“ Apfelbaumes. Einige Kinder hatten Pflanzerde in kleinen Tüten dabei und waren begeistert dem Baum am neuen Standort auf dem Schulhof „Starthilfe“ geben zu können. Wir wünschten den Kindern, dass sie immer viel Freude an diesem „Geschenk“ haben und gut auf den Baum aufpassen mögen. In der neuen kleinen Schulküche ging es ebenfalls den ganzen Vormittag lebhaft zu. Es wurden Äpfel geschnippelt, Teig ausgerollt und Apfelbrötchen gebacken. Aus vielen Mostäpfeln wurde mittels einer Presse Apfelsaft von den Schülern produziert und probiert. Der reine Apfelgeschmack war für viele Kinder eine neue Erfahrung. Als Überraschung erhielten die Kinder, neben dem Infoheft vom Landesverband - ein kleines buntes Rezeptheftchen, um damit auch zu Hause die Rezepte „nachbacken“ zu können. Beim Apfelquiz waren wir sehr überrascht, wieviel Wissen bei den Grundschulkindern vorhanden war und mit welcher Schnelligkeit die Fragen beantwortet wurden. Mit dem Spruch:" Zu einer Pause gehört ein Apfel" erhielt Schulleiterin Beate Hammerschmidt für jede ihrer Schulklassen von uns einen Apfelschneider. Sie bedankte sich für diesen Erlebnistag bei uns Landfrauen mit jeweils einer Rose und hofft auf weitere Möglichkeiten, den Kindern mit unserer Beteiligung Wissen um gesunde Ernährung nahe zu bringen. Wir hoffen, dass viele Kinder durch die Anregungen dieses Aktionstages, den „gesunden Pausenapfel“ als wichtigen Begleiter des Tages angeboten bekommen.
Vielen herzlichen Dank allen, die sich an diesem schönen Tag in der Grundschule Vogelsang engagiert haben.

Weitere Bilder in der Fotogalerie - Der gesunde Pausenapfel

     
       


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Katharina von Bora (1499 - 1552)
 

Eva Maria Bruns aus Ahrenshöft bot ein außergewöhnliches Vortragserlebnis über das Leben der  Katharina von Bora
 

Landfrauen in der Ascheberger Michaeliskirche
 

Schwarzes Kloster in Wittenberg - Wohnhaus von Katharina von Bora und Dr. Martin Luther
 

Wohnzimmer der Luthers im Schwarzen Kloster

   

31. Oktober 2006

Ich bin „Katharina von Bora“ - Eva Maria Bruns

n einem historischen Kostüm erschien am Reformations-tag, 31.Oktober 2006 Frau Eva Maria Bruns in der Ascheberger Michaeliskirche und stellte sich als  „Katharina von Bora“ vor, und berichtete aus „ihrem“ Leben. Es gelang ihr beinahe übergangslos ca. 50 Landfrauen aus Ascheberg und Umgebung  in die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts zu versetzen. Das Leben der Katharina von Bora öffnete sich uns in einer plastischen und aussage-kräften Weise und brachte uns die Gefühlswelt und das Wirken dieser außergewöhnlichen Frau in einer einzigarten Art und Weise nahe. Wir durchlebten die so „kurze Kindheit“ und die Ängste des 5jährigen Kindes, dass nach dem frühen Tod der Mutter als 6jährige 1505 vom Vater, dem verarmten Adeligen Hans von Bora, ins Augustinerrinnenkloster St. Clemens geschickt wurde. Nach der Aufnahme (1509) ins Kloster Marienthron bei Grimma und der dort stattfindenden Weihe zur Nonne (1515) schien der Lebensweg der Katharina von Bora bereits vorprogrammiert zu sein, wären da nicht Nachrichten über das Wirken eines Dr. Martin Luther hinter die Mauern des Klosters gedrungen. Die sich entwickelnde Reformation und die Begegnung mit dem Gedankengut Martin Luthers brachte auch Aufruhr in das Herz der Katharina von Bora und ließ sie ihr Dasein als Nonne überdenken. Die wohl schwierigste Entscheidung der Katharina vollzog sich in der Osternacht vom 6. auf den 7. April 1523, in der sie mit weiteren 11 Nonnen mit Hilfe des Ratmannes Leonhard Koppe in einem Planwagen aus dem Kloster floh und schließlich mit neun Nonnen über Trogau in Wittenberg landete. Einige der Nonnen gingen zu ihren Familien zurück, andere wurden durch Vermittlung von Koppe und Luther mit passenden Männern verheiratet. Der Theologiestudent Hieronymus Baumgarten entfachte in Katharina die erste Liebe, aber dessen Vater wollte keine „hergelaufene Nonne“ im Haus haben, so blieb sie als Einzige unverheiratet. Als Martin Luther darüber sein Bedauern äußerte – erklärte Katharina – dass sie sich vorstellen könne, "seine" Ehefrau zu werden. Am 13. Juni 1525 wurde die Ehe zwischen Martin Luther und Katharina von Bora im Schwarzen Kloster in Wittenberg geschlossen. Das leer stehende Kloster wurde ihr Wohnsitz. Sie bekamen 6 eigene Kinder , wovon 2 Mädchen im Kindesalter verstarben. Katharina nahm den ihr zugewiesenen Lebensbereich energisch und selbständig in Angriff. Sie versorgte Kinder, davon viele Kinder aus der verarmten oder verwitweten Verwandtschaft, Gäste, Lehrer, Studenten, Dienstboten, Tagelöhner, Vieh, Gärten, landwirtschaftliche Flächen, ein Brauhaus, sowie ein Waschhaus. Katharina entwickelte eine beachtliche Energie beim Kauf und Pachtung von Gärten und landwirtschaftlichen Flächen. Oft saßen 50 – 60 Personen an der Tafel.
Martin Luther verstarb während einer Reise am 18.02.1546 in Eisleben.
1552 flüchte Katharina vor der Pest in Wittenberg und den Auswirkungen des schmalkadischen Krieges zu ihren in Torgau studierenden Kindern. Dort starb sie am 20.12.1552 und wurde in der Stadtkirche St. Marien zu Torgau beigesetzt.
Die Identifikation der Eva Maria Bruns mit Katharina von Bora, dieser frommen und zugleich selbst bestimmt lebenden Frau, gelang in überzeugender Weise.

     
       


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23. + 25.Oktober 2006   -  06. + 08. November 2006

Perlenschmuck basteln

Dass Basteln kein alter „Hut“ ist, beweisen die Landfrauen im LFV Ascheberg und Umgebung seit langem mit ihrem Programmangebot zu den alljährlichen Frühjahrs- und Herbstterminen. Unsere Mitglieder Irmgard Biss (Dersau) und Wiebke Supplitt (Ascheberg) sind ständig neuen Ideen auf der „Spur.“

Zu einem richtigen  Renner hat sich im Herbst 2006 das kreative Schmuckherstellen entwickelt. An den  bisher vier Nachmittags- bzw. Abendterminen in Irmis „Bastelstube“ fanden die Teilnehmerinnen großen Gefallen an den von Frau Heite (Dörnick) zur Verfügung gestellten Perlen und Halbedelsteinen . Unter ihrer Anleitung entstanden aus verschiedenen Formen, Materialien und Farben wunderschöne, individuelle und sehr persönliche Schmuckstücke. Das Programm begeisterte unsere Damen in allen Altersstufen.  Sehr erfreut ist der Vorstand, dass durch dieses Programmangebot auch einige neue Mitgliedschaften entstanden sind.

     
       


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  Diplom Oecothrophologin Renate Frank

 

 

 

v.l.n.r. Vorstandsteam Ute Gudegast-Elfi Runge und Diplom Oecothrophologin Renate Frank

 

   

01. November 2006

Schlauer einkaufen – gesünder essen.
Gesunde Ernährung beginnt beim Einkauf.

Frau Renate Frank, Diplom Oecothrophologin, begrüßte am 1. November 2006 rund 30 interessierte Landfrauen mit den Worten: “Niemand kauft sich einen Mantel, ohne ihn vorher auszuprobieren“. Sie rät daher Verbrauchern auch beim Einkauf von Lebensmitteln mehr Sorgfalt walten zu lassen. Bei 230.000 verschiedenen Lebensmittelprodukten, zu denen jedes Jahr 25-30.000 neue Variationen hinzukommen, ist das Einkaufen gesunder Lebensmittel somit keine leichte Aufgabe. Selbst in einem mittleren SB-Markt findet der Verbraucher bis zu 10.000 verschiedene Nahrungsprodukte. Nach dem Lebensmittelkennzeich- nungsgesetz muss zwar der genaue Name des Produktes benannt werden, aber über deren Inhalt sagt das noch nichts aus. Lebensmittel gleicher Bezeichnung müssen nicht dieselben Inhaltsstoffe enthalten, wie Frau Frank uns am Beispiel von Nudeln und Marzipan vor Augen führte. Während deutsche Nudelprodukte Weizenmehl und Ei enthalten, bestehen italienische Nudeln zu 100 % aus Hartweizengrieß. Der deutsche Hersteller von Marzipan verwendet Mandeln, stattdessen erfolgt die dänische Marzipanfabrikation mit Aprikosensteinkernen (Persipan). Darum ist es bei der Kaufentscheidung von abgepackten, verarbeiteten Lebensmitteln wichtig, die Reihenfolge der aufgeführten Inhaltsstoffe zu beachten. Wenn z.B. bei einem Fruchtgetränk bei der Zutatenliste an erster Stelle Zucker aufgeführt ist, Wasser, Geschmacksverstärker usw. folgen  und die Extraportion Vitamine als „Zugpferd“ auch nicht fehlt, kann man davon ausgehen, dass es sich nicht mehr um ein gesundes Lebensmittel handelt. Ein Übermaß an Vitaminen kann Nieren und Leber schädigen. Die oft verwendeten Fettersatzstoffe sind meist modifizierte Stärken, die als unverdaulich gelten und die richtige Verwertung der Vitamine im Körper verhindern können. Vom Durchschnittsbürger werden jährlich bis zu 40 kg Zucker verbraucht, daneben 23 kg Fett und 15 kg Lebensmittelzusatzstoffe. Die Zahl der Unverträglichkeiten und Allergien steigt, was man zum Teil den „modernen“ Lebensmitteln zuschreibt. Während bei neuen Medikamenten die Wirkung durch Studien bewiesen sein muss, können z.B. Hersteller von Light-Produkten und Cholesterin senkenden Drinks mit deren angeblicher Wirkung werben, ohne bei Nichterfüllung belangt werden zu können. Darum sollte jeder Verbraucher sich bewusst machen, dass Lebensmittel deren Inhaltstoffe unbekannte Dinge enthalten, einer gesunden Ernährung meist nicht zuträglich sind. H-Milchprodukte z.B. sind sehr hoch erhitzt und haben einen geringeren Vitamin- und Calciumgehalt als pasteurisierte Milch.
Die Aussage von Frau Frank: „Je mehr Chemie im Lebensmittel enthalten ist, desto günstiger für den Hersteller“ führte zu vielen Nachfragen aus dem Publikum.
Kaufen viele Menschen unkritisch ein, werden auch wenige frische und unverarbeitete Lebensmittel angeboten. Unser Organismus benötigt aber gerade jene Wirkstoffe. Dieses Wissen sollte unsere Kaufentscheidung beeinflussen, denn die Nachfrage bestimmt das Angebot!
Mit ihrem Wunsch an die Zuhörerinnen: „Richtig essen – leicht gemacht“, und „Lassen Sie sich bei Ihrem nächsten Einkauf nicht von den Werbeversprechungen ablenken“,  endete für uns Landfrauen und die anwesenden Gäste ein informativer  Nachmittag.

     
       


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  Lüneburgs kleiner aber feiner Weihnachtsmarkt

 

   

01. Dezember 2006

Tagesfahrt nach Lüneburg über Bardowick

Halb acht starteten wir mit dem Bus am Bahnhof Ascheberg. Über Bornhöved und Bad Segeberg erreichten wir unser erstes Ziel, den Dom St. Peter und Paul zu Bardowick. In seinem heutigen Erscheinungsbild (eine gotische Hallenkirche mit zwei gedrungenen Türmen) wurde er in der Zeit von 1380 bis 1485 erbaut und ist neben der Windmühle eines der Wahrzeichen Bardowicks. Die Führung wurde vom Dom-Pastoren Herrn De van Nguyen äußerst interessant und temperamentvoll gestaltet. Besonders sehenswerte Details im Dom waren das Chorgestühl von 1486/87, ein Meisterwerk niedersächsischer Bildhauerkunst mit vollständig erhaltenen Schnitzereien, die neugotische Kanzel aus dem 19. Jahrhundert, der Hochaltar von 1430, vermutlich ein Werk des Levin Snitker aus Lüneburg, das bronzene Taufbecken mit den vier tragenden Figuren aus dem 14. Jahrhundert, der Messingkronleuchter von 1664 und das Glasfenster von 1852 mit den Namensgebern des Doms: "Peter" und "Paul".
Vor der Weiterfahrt  nach Lüneburg stärkten wir uns bei einem von fürsorglichen Landfrauen vorbereiteten 2. Frühstück, bestehend aus Kaffee und Croissants.
Unser Aufenthalt in Lüneburg begann mit einer Führung durch Teile des alten Rathauses, welches sich mit seiner prächtigen barocken Fassade über den Marktplatz erhebt. Der sich dahinter erstreckende Gebäudekomplex bildet eines der größten mittelalterlichen Rathäuser Deutschlands. Der Rundgang durch dieses Kulturdenkmal ist eine Zeitreise durch die verschiedenen Epochen. Räume wie die Gerichtslaube von 1330, der Fürstensaal aus dem 15. Jahrhundert oder die große Ratsstube aus der Renaissance mit ihren Schnitzereien aus Eichenholz suchen ihresgleichen, sodass man selbst mit ausführlicher und fachkundiger Führung mit einem Rundgang kaum auskommt.
Das Mittagessen nahmen wir im urigen Mälzer Brau- & Tafelhaus in der Heiligengeiststraße 43 ein. Heutzutage eine Gasthausbrauerei, die aber bereits im Jahre 1540 erstmals als Braustätte genannt wurde.
Beim anschließenden Besuch des Lucia-Outlet-Centers, unweit der Lüneburger Altstadt, wurde unsere „Lust auf Mode zu Fabrik-Preisen“ geweckt!  Dort hatten wir die Möglichkeit Musterkollektionen der Marken LUCIA, LeComte und clasen zu reduzierten Preisen zu erwerben. So manch einer fand für sich dort genau das richtige Kleidungsstück.
Nachmittags erlebten wir im beginnenden Lichterglanz einen geführten Rundgang  durch die Straßen und Gassen der von viel Wasser umgebenden Lüneburger Altstadt. Ausführlich Station machten wir  dabei in der dreischiffigen spätgotischen Basilika St. Nikolei, mit deren Errichtung 1407 begonnen worden war und am Stintmarkt, Lüneburgs altes Hafenviertel mit dem Alten Kran und seinen pittoresken Häusern und Hinterhöfen. Als wir unsere Besichtigungstour beim Rathaus beendeten, hatte sich an diesem ersten kalten Tag des Winters 2006/2007 die Dunkelheit über die Stadt gelegt, die von dem herrlichen Lichterglanz des an diesem Tage eröffneten Weihnachtsmarktes verdrängt wurde.
Während der Eröffnungsfeier ließen wir uns den Glühwein aus den vom Verkehrsverein empfangenen Bechern munden, um anschließend, meist in kleinen Gruppen, den Weihnachtsmarkt zu erkunden. 
Nachdem alle sich zur verabredeten Zeit zur Heimfahrt am Bus wieder einfanden, hatte sich bei den Meisten dank des schönen Tages, der stimmungsvollen Beleuchtung und der doch so unerwartet einsetzenden Kälte so etwas wie eine vorweihnachtliche Freude eingestellt, die wir gerne mit nach Ascheberg nahmen.

Weitere Bilder in der Fotogalerie
Tagesfahrt nach Lüneburg über Bardowick

     
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Teichanlage im Garten von Beate Solterbek