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Berichte 2022

 

Archiv -  Alle Berichte

Übersichten - Berichte

2005-2021

 Kategoriesiert

 

 

Am Treffpunkt
Bahnhof Ascheberg


 


Westseite Herrenhaus Emkendorf
Warten auf Einlass

 

Herrenhaus Emkendorf
westlicher Treppenaufgang
zum Haupteingang

 Beginn der Herrenhausführung
mit Frau Regina Ritter
(Übergabe des Gastgeschenks
durch unsere 1. Vorsitzende.)

 
21. April 2022

      Führung im Erdgeschoss des Herrenhaus's

Für die etwa 50km lange Fahrt zum Gut Emkendorf bildeten die LandFrauen, der Umwelt zuliebe, natürlich Fahrgemeinschaften.

      
Gruppenfoto mit den 24 Teilnehmerinnen vor dem Herrenhaus Emkendorf

Unser Rundgang durch das symmetrisch angelegte Herrenhaus begann am westlichen Treppenaufgang. Durch den Haupteingang gelangten wir direkt in den mittig gelegenen Treppensaal. Dort erhielten wir von Frau Regina Ritter, unserer sach- und fachkundiger Hausführerin, zunächst einen Überblick über die beinahe 750 Jahre währende Geschichte des Gutes Emkendorf.

Sie begann 1190 mit dem Rittergeschlecht von Emekendorp, den Herren vom Westensee. Nach deren Aussterben, durch die Pest, wurde das Gut im 14. Jahrhundert  von einem Seitenzweig der Herren von Ahlefeld übernommen.
Ihnen folgten, für schleswig-holsteinische Ohren, so bekannte Besitzer wie die Familien Ahlefeld (1480-1595), Rantzau (1595-1720), von Bülow (1729-1738) und  Reventlow / Reventlow-Criminil (1764-1929).
Zwischenzeitlich war auch die englische „Herzogin von Kendal“, (1720-1729) dort Herrin und (1743-1767) Jean Henri Desmercières, auf Quarnbek, Geh. Conferenzrat.

Das heutige Herrenhaus wurde im spätbarocken Stil um 1730 errichtet. Bei Erbübernahme (1783) durch  Graf Friedrich, genannt Fritz, Reventlow befand sich das Haus in keinem sehr guten Zustand. Als seine Frau Julia, Tochter des dänischen Großgrundbesitzers Heinrich Carl von Schimmelmann,  1782 ein Fünftel der jährlichen Erträgnisse seines immensen Vermögens erbte, erhielt das Gebäude von dem sächsischen Baumeister Carl Gottlob Horn seine klassizistische Überformung, das auch noch gegenwärtige Aussehen.

Für die Innenausstattung brachte das Ehepaar Reventlow von 2 Italienreisen über 100 Bilder, Skulpturen, Möbel und Kunstschätze mit. Für die Bemalung der Wände und Decken engagierten sie dort den Maler Giuseppe Anselmo Pellicia, ein Künstler, der mit seiner genialen Grisaileemaltechnik (grau, weiß und schwarz/Schatten) wirklich den verblüffenden Eindruck einer plastischen Formgebung der Wände und Decken hervorruft  Einige Decken, wie die im roten Salon, wurden vom Stuckateur Francesco Antonio Tadey gestaltet.

Zu Lebzeiten Friedrich und Julia von Reventlow herrschte reges gesellschaftliches Treiben auf Emkendorf. In dem von ihnen gegründeten Debattierkreis, genannt "Emkendorfer Kreis" hießen die Reventlows nicht nur andere Adlige, sondern auch Wissenschaftler, Mediziner, Künstler und Dichter wie Friedrich Gottlieb Klopfstock und Mathias Claudius zu Gast. Das machte Emkendorf zum "Weimar des Nordens".
Nach dem Tod von Graf Friedrich und Gräfin Julia von Reventlow, die selbst kinderlos waren, erbte ihr Adoptivsohn Joseph Graf von Reventlow-Criminil.

Als 1929 die Verleger-Familie Heinrich (u.a.KN) das Gut Emkendorf  erwarb, war das bewegliche Original-Inventar, aus Geldnot, zum größten Teil bereits gesondert verkauft. Die italienische Bildersammlung und die Original-Rokoko-Ausstattung des  "Roten Salons" kann man, wie wir bei unserer Führung, aber auch heute noch bewundern. Das jetzige Mobiliar wurde, dem damaligen klassizistischen Stil entsprechend, von der Familie Heinrich sehr reichhaltig ausgegestattet. Ansonsten wurden am Gebäude nur sehr geringe Veränderungen vorgenommen.
Die Privatgemächer (Salon, Schlafraum u. Ankleidezimmer) des Ehepaaars von Reventlow sind streng voneinander getrennt. Fritz bewohnte im Erdgeschoss des Herrenhauses den linken westlichen  Bereich und  Julia ihre Zimmer in der unteren rechten Haushälfte mit anschließendem "Roten Salon" (im Osten).  Dazwischen ist der Raum mit der großen Treppe zum Obergeschoss angeordnet. Durch diesen Raum gelangten wir dann in den östlichen Bereich des Herrenhaus`s direkt in den großen Speisesaal, der einen weiten Blick auf den im englischen Stil gestalteten Landschaftsgarten preisgab.
Die vollständige Erhaltung der wandfesten Ausstattung und die sorgfältige Auswahl  des mobilen Inventars, gepaart mit den interessanten Erläuterungen von Frau Ritter, ließen auch beim Rundgang durch die übrigen Räumlichkeiten den Zeitgeist jener glanzvollen Epoche des "Weimar des Nordens" für uns neu erstrahlen.

Nach Ende der Führung genossen wir, wie zu hochherrschaftlichen Zeiten,  im großen Speisesaal an langen Tischreihen,  Apfelkuchen und duftenden Kaffee.

An diesem Nachmittag hat einfach alles gepasst, um uns glücklich zu machen.
Herzlichen Dank an alle die unsere Freude miteinander teilten und an die, die diesen geschichtlich/kulturellen Termin für uns möglich machten.


Antje Mielke


Heutzutage werden auf Gut Emkendorf nicht nur Führungen angeboten. Neben Trauungen, werden Feiern und Veranstaltungen mit bis zu 600 Personen im historischen Kuhhaus oder der großen Scheune ausgerichtet.
Daneben bietet die hervorragend erhaltene Gutsanlage für Großveranstaltungen, wie das Schleswig-Holstein Musik Festival oder Märkte, den idealen historischen Background.
Dem, der tiefer in in jene historische Zeit eintauchen möchte, oder einfach nur Entspannung in schöner Atmosphäre und Natur sucht, dem bietet sich sogar die Möglichkeit im Obergeschoß das Rittmeister-Zimmer, die Julia-Suite oder das Arkaden-Zimmer (mit oder ohne Frühstück)  als Übernachtungsmöglichkeit zu wählen. Es überraschte mich, wie kostengünstig dieses für beinahe jeden Geldbeutel möglich ist.

 
Übersicht - Berichte 2022
Mit Klick auf Datum oder Bericht gelangen Sie direkt zum jeweiligen Bericht
Januar und Februar
2022
Die vorgesehenen Veranstaltungen mussten wegen der z.Z. herrschenden Coronalage leider ausfallen !
14. März 2022 Vortrag:  Ministerpräsident a.D.
Dr.h.c. Peter Harry Carstensen
05. April 2022 Vortrag: Prof. Dr. Tim Jürgens
Hören und Hörprobleme lösen
21. April 2022 Herrenhaus Gut Emkendorf

 HOF DER GESCHICHTE
     KUNST & KULTUR


Blick vom Treppensaal in die Suite von Friedrich Graf Reventlow



Esssalon mit der Reproduktion des Bildnisses
von Julia Gräfin Reventlow
Das Original gemalt von Angelica Kaufmann
befindet sich in Schleswig im Schloss Gottorf
 


Deckenbemalung im kleinen Speisezimmer
von Giuseppe Anselmo Pellicia
Äußerer Kranz um den Kronleuchter ist das Werk
vom Stuckateur Francesco Antonio Tadey

     

 
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Prof. Dr. Tim Jürgens
© Technische Hochschule Lübeck

 
05. April 2022

Vortrag von Prof. Dr. Tim Jürgens
Hören und Hörprobleme lösen

Am 5. April 2022 hatten wir Herrn Prof. Dr. Tim Jürgens vom Institut für Akkustik, Angewandte Naturwissenschaften der Technischen Hochschule Lübeck im Dorfgemeinschaftshaus in Kalübbe zu Gast.
Der Vortrag “Hören und Hörprobleme Lösen” wurde in fünf Themenpunkte eingeteilt.

1. Der Hörsinn
Hören bedeutet Lebensqualität.
2. Wie hören wir?
Außenohr, Mittelohr, Innenohr.
3. Ursachen einer Hörbeeinträchtigung und Prävention
Fremdkörper blockieren den Gehörgang, Ohrenschmalz
(keine Q-tips verwenden)
Mittelohrentzündung, Beschädigung des Trommelfells, angeborene Schwerhörigkeit.
Im Alter sind 63 % der über 60jährigen im Indikationsbereich.
Lärmschwerhörigkeit betrifft Jugendliche und Erwachsene.
4. Folgen einer Hörbeeinträchtigung
Unter der Schwerhörigkeit leiden auch die Mitmenschen:
Überlautes Sprechen
Soziale Isolation
5. Behandlung
Hörtest schafft Gewissheit.
Nur durch Fachärzte ratsam.
Versorgung mit Hörgeräten / aktives Mittelohrimplantat.

Ein herzliches Dankeschön geht an Herrn Prof.Dr. Jürgens. Er hat alle Punkte anschaulich in einer überzeugenden Vortragsweise an uns weitergegeben und unsere Fragen wurden umfassend beantwortet.

Renate Drögemüller

 

 

 

 

     

 
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Dr.h.c. Peter Harry Carstensen

 



 




 


 

 



 




 

 
14. März 2022

Vortrag von Peter Harry Carstensen
U.a. Schleswig-Holsteinischer Ministerpräsident von 2005 bis 2012  

Wer einen fakten- und datengespickten Vortrag erwartet haben sollte, der täuschte sich sehr, denn uns präsentierte sich, trotz all seiner Kompetenz und hervorragender Leistungen, ein sehr warmherziger Mensch, der seine Lebens- und Erfolgsgeschichte in völlig entspannter, aber dennoch mitreißender Art darstellte.
Anlass, aller Augen- und Ohrenpaare, voller Spannung an den Lippen von Peter Harry Carstensen zu hängen.

Was dem kleinen Peter Harry am 12. März 1947 auf Nordstrand im Elisabeth-Sophien-Koog mit in die Wiege gelegt wurde, deutete sich bereits im Grundschulalter in der einklassigen Dorfschule (42 Schüler-Jahrgänge 1-8) an. Sein Lehrer erkannte und förderte seine  Fähigkeiten und öffnete ihm damit sozusagen seinen späteren politischen Weg und das Tor zur großen weiten Welt.

Mit dem Abitur (1966) in der Tasche, wäre er, wie es auf Nordstrand Tradition ist, gern zur See gefahren. Musste seinen Traum allerdings begraben, da er wegen Knieproblemen, die er sich beim Handball zugezogen hatte, bei der Musterung von der Bundeswehr als untauglich befunden wurde. Stattdessen begann er ein Jura- und Chemiestudium.
Weil er als Erbe des elterlichen Hofes seine „Betriebsfähigkeit“ nachweisen musste, absolvierte er 1967 ein landwirtschaftliches Praktikum. Anschließend studierte Carstensen Agrarwissenschaften in Kiel. 1973 erfolgte der Abschluss zum Diplom-Agraringenieur.  Nach dem 2. Staatsexamen arbeitete er als Lehrer an der Landwirtschaftsschule in Bredstedt sowie als Wirtschaftsberater bei der schleswig-holsteinischen Landwirtschaftskammer.

In die Politik kam Carstensens 1971 auf Drängen seines älteren Bruders, dieser hatte das Bürgermeisteramt auf Nordstrand inne.
Carstensens kommunalpolitisches Engagement führte ihn in den Vorstand des CDU-Kreisverbands Nordfriesland und zur Leitung des dortigen Kreisjugendrings (1978-1982).
Bei der Bundestagswahl im März 1983 zog Carstensen als Direktkandidat für den Wahlkreis Nordfriesland-Dithmarschen-Nord in den Bundestag ein. 
Seiner Heimat blieb er aber auch weiterhin auf kommunaler als auch Landesebene treu und wurde dort 2002 zum Landesvorsitzendem der CDU in Schleswig-Holstein gewählt.
Da deutete allerdings noch nichts darauf hin, dass der erfahrene Nordfriese bereits 2005 auf dem Ministerpräsidentenstuhl sitzen würde.
Den dramatischen Regierungswechsel in 2005 von SPD (Heide Simones) auf Große Koalition CDU/SPD haben wohl alle Schleswig-Holsteiner noch in lebhafter Erinnerung. Obwohl Peter Harry Carstensen ja letztendlich Nutznießer dieser Angelegenheit war, äußerte er in seinem Vortrag tiefes Mitgefühl für seine Vorgängerin und wünschte keinem Menschen eine solch schlechte Behandlung.
Bis 2012 war Peter Harry Carstensen  der Ministerpräsident des Landes Schleswig Holstein.
Mit Zufriedenheit und tiefer Dankbarkeit schaut Peter Harry Carstensen auf seinen bisherigen Lebensweg zurück.
Sein Ausspruch: "Was wäre wenn .... , wo (wer) wäre ich heute"? fand des Öfteren Erwähnung. Und es war, meiner Meinung nach, wohl nicht das Machtstreben das ihn antrieb sondern der Drang danach etwas Positives bewirken zu können. Und das tat er schon als Kommunalpolitiker, denn da setzte er voll den Schwerpunkt auf die nachwachsende Generation und sorgte beim Werftensterben für die Beschaffung neuer Arbeitsplätze in dem zu jener Zeit noch fast unbekannten Bereich der erneuerbaren Energien. Denn die durch seine Initiative neugegründete Firma "Uthlander Windpark Verwaltungsgesellschaft mbH" konnte in Husum den ersten Windpark Deutschlands errichten. Und das war nicht zuletzt seiner Freundschaft mit dem Dänen Vestas zu verdanken.
Carstensens mitmenschliches Geschick, seine norddeutsche Offenheit, Ehrlichkeit. Zielstrebigkeit und Kompetenz haben ihm viele Türen geöffnet.
Schon bei der Segelolympiade 1972 knüpfte Carstensen u.a. Verbindungen zum schwedischen und dänischen Königshaus.
Seine Audienzen beim Papst Johannes Paul II. und Benedikt XVI. zählt bei dem gläubigen Christen (ev.) mit zu den Höhepunkten seiner Kariere. Seine Bibelfestigkeit bewies er, als der Emir von Katar ihn mit dem Koran konfrontierte.
Als Agrarexperte widmet Peter Harry Carstensen sich der Bekämpfung des Hungers auf der Welt. Damit genügend Nahrung für alle Menschen der Erde produziert werden kann, setzt er dabei auf landwirtschaftliche Großbetriebe und die Genschere,

Auch heute, mit 75 Jahren,  hat Peter Harry Carstensen sich nicht zur Ruhe gesetzt. Als "Beauftragter für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus des Landes Schleswig Holstein" liegt ihm die Aufarbeitung der massenhaften Landenteignungen jüdischer Familien während der NS-Zeit besonders am Herzen. Im "Jüdischen Museum Rendsburg" soll durch eine Ausstellung auf diese völlig unterschätzte Tatsache aufmerksam gemacht werden.

Und auch da zieht Peter Harry Carstensen die Fäden:
Angeregt von dem mit ihm eng befreundeten schwedischen Unternehmer  Frederik Paulsen wurde die "Deutsche Pfandlotterie gGmbH, Kiel" 2019 ins Leben gerufen. Zum Geschäftsführer wurde Peter Harry Carstensen ernannt.
Ziel dieser gGmbH ist es gemeinnützige Dinge wie Jugendhilfe, Umwelt- und Naturschutz, Kunst und Kultur, Denkmalschutz und -pflege zu fördern.
Die Idee dieser Pfandlotterie ist es, dass bei Rückgabe von Pfandflaschen der Pfand entweder als Gutschrift oder Los angefordert werden kann. Da die Aussicht auf einen Gewinn immer aüßerst verlockend sein kann, ist diese Pfandlotterie in Schweden bereits sehr erfolgreich. Die Möglichkeit besteht, dass bei uns demnächst auch solche Pfandautomaten in unseren Supermärkten auftauchen.

Wir danken Herrn Carstensen für seinen interessanten Vortrag und wünschen ihm für sein neues soziales Projekt und seine persönliche Zukunft viel Erfolg und eine gute Gesundheit.

Antje Mielke

   


 

 

 

 


 

 

 

 


Vorsitzende Renate Drögemüller
LandFrauenVerein Ascheberg u. Umgebung e.V.


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

     

 
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Teichanlage im Garten von Beate Solterbek